Üri, Schwyz & Underröck

Der Name sagt schon alles: Im Alphorntrio »Üri, Schwyz & Underröck« spielen die Kantone Uri und Schwyz eine wichtige Rolle. Andrea Inderbitzin stammt aus Uri – Annemarie Kenel und Christian Gnos sind aus dem Kanton Schwyz. So stolz Andrea ihren Kanton vertritt, ihr Name »Inderbitzin« deutet auch auf eine gewisse Verbindung zum Kanton Schwyz ...

Kennen gelernt haben sie sich über das Alphorn spielen in der Grossformation »Einä nach em anderä!«. So imposant und klanggewaltig das Spiel in einer Formation von acht und mehr Bläsern auch ist, schon bald haben sie sich zu einem Alphorntrio gefunden, um auch die feineren Töne anzustimmen. Beim Spielen zu dritt können sie besser auf einander eingehen und die Musik aus dem Moment heraus gestalten.

Für ihre Auftritte wählen sie meistens die Tracht. Sie ist stolzer Ausdruck ihrer Identität und macht die kulturellen Wurzeln sichtbar. Und zum lustvollen Umgang mit der Tracht gehört auch die Liebe zum Detail – von der Brosche bis zu den Unterröcken!

Die Bekleidung muss aber auch zum Rahmen passen: Die Sonntagstracht eignet sich besonders gut zu formellen und festlichen Anlässen, die Werktagstracht ist bei einfachen, entspannteren Events stimmiger. Und wenn sie ganz spontan zum Alphorn greifen, tragen sie eher ein Edelweiss- oder Hirthemd.

Annemarie Kenel

Alphornbläserin Annemarie Kenel
Das Alphorn hat im Leben von Annemarie einen festen Platz. Sie spielt mit grosser Hingabe in mehreren Formationen mit – entsprechend oft ist sie deshalb mit dem Alphorn anzutreffen.

Zum Alphorn kam Annemarie über ihre intensive Tätigkeit im Trachtenwesen. Sie leitete die Tanzgruppe der Trachtenvereinigung Arth-Goldau und war zehn Jahre Präsidentin der Kinder- und Jugendkommission der Schweizerischen Trachtenvereinigung. Immer noch trägt sie ihre Trachten mit Stolz und Begeisterung.

So war es kein Zufall, dass Annemarie auf einer Trachtenreise zum ersten Mal zum Alphorn griff (und es fast nicht mehr hergab!). Schon bald schloss auch sie sich »Einä nach em anderä!« an. Die Grundtechnik des Alphornspiels lernte sie beim Hornisten Philipp Schulze.

Bei »Uri, Schwyz und Unterröck« ist Annemarie die »Managerin«: Sie plant die Auftritte und stellt die Musikstücke zusammen.

Andrea Inderbitzin

Alphornbläserin Andrea Inderbitzin
Die Urnerin vertritt ihren Heimatkanton mit Fleisch und Blut – auch wenn es durchaus herzhafte Beziehungen zum Kanton Schwyz gibt!

Von der Querflöte kam sie zum Alphorn, weil sie ein Instrument suchte, das sie besser auch in der schönen urner Bergwelt einsetzen konnte. Mittlerweile ist das Alphorn nicht mehr aus ihrem Leben wegzudenken.

Christian Gnos

Alphornbläser Christian Gnos
Bereits als kleines Kind wollte Christian unbedingt Trompete spielen. Nach zwei Jahren Unterricht wechselte er zum Waldhorn. Auf dem Horn spielte er viele Jahre in klassischen, grossen Orchestern mit. Bereits beim Waldhorn haben es ihm die ursprünglicheren Instrumenten wie das Wiener Horn oder das Naturhorn angetan. Deshalb ist es eigentlich erstaunlich, dass er erst zum Alphorn kam, als sich seine Kollegen zur Alphornformation »Einä nach em anderä!« zusammenschlossen. Inzwischen spielt er fast ausschliesslich Alphorn, fasziniert von der Reduktion auf die reine Naturtonreihe.

Bei »Uri, Schwyz und Unterröck« leitet Christian die Proben. Von Zeit zu Zeit schreibt er ein neues Alphorn-Stück für das Trio. Die Stücke können auf seiner Webseite »Alphorn blasen« heruntergeladen werden.